Auf dieser Seite findet ihr allgemein verständliche Einblicke in Biologie, Medizin und Naturwissenschaft – von kurzen Alltagsfakten bis zu längeren Artikeln zu aktuellen Forschungsarbeiten. Der Blog enthält ausgewählte Beiträge, thematisch sortiert und nachlesbar.
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Unter AnySci Kids gibt es einfache naturwissenschaftliche Experimente für jüngere Kinder mit kurzer, gut erklärter wissenschaftlicher Einordnung.
Als freiberufliche Texterin und Wissenschaftsjournalistin schreibe ich nicht nur für meine eigenen Kanäle, sondern übernehme auch Aufträge im Bereich Wissenschaftskommunikation, Lektorat und wissenschaftliches Schreiben. Informationen zu meiner Qualifikation und meinen Referenzen findet ihr hier. Bei Fragen oder Anregungen freue ich mich über eine Nachricht – ich antworte immer gerne.
Gastartikel bei BioWissKomm:
Mit Placebos zu einer freundlichen Medizin
Eine ausführlichere Fassung dieses Artikels wird voraussichtlich in Heft 3/26 (August 2026) der Zeitschrift “Biologie in unserer Zeit” (BiuZ) erscheinen.
Im Frühling
treiben mit steigenden Temperaturen Bäume aus, Insekten schlüpfen und finden frische, nährstoffreiche Blätter. Doch dieses Zusammenspiel ist offenbar weniger starr, als es auf den ersten Blick
wirkt. Eine Studie der Universität Würzburg zeigt, dass Eichen aktiv
auf starken Raupenfraß reagieren. Wurden sie in einem Jahr stark geschädigt, treiben sie im folgenden Frühjahr später aus. Im Schnitt sind es nur drei Tage, doch für die Raupen hat das erhebliche
Konsequenzen. Sie schlüpfen zum gewohnten Zeitpunkt, finden aber zunächst keine geeignete Nahrung. Diese kurze Verschiebung reicht aus, um die Überlebensrate der Insekten deutlich zu senken und
den Fraßschaden am Baum um rund 55 Prozent zu reduzieren. Bemerkenswert ist dabei, dass diese Strategie effizienter ist als eine verstärkte chemische Abwehr, die für den Baum deutlich
energieaufwendiger wäre.
Nachgewiesen wurde dieser Effekt über eine große Landschaft hinweg. Mithilfe von Radarsatelliten konnten die Forschenden ein Gebiet von rund 2.400 Quadratkilometern in Unterfranken selbst bei
bewölktem Himmel über mehrere Jahre hinweg lückenlos beobachten. So ließ sich genau verfolgen, welche Bestände stark geschädigt wurden und wie sie im darauffolgenden Frühjahr reagierten. Die
Forschenden werteten insgesamt 137.500 Einzelbeobachtungen aus.
In einer wegweisenden Studie, veröffentlicht in Nature Neuroscience, haben Forscher der Hebrew University in Jerusalem einen faszinierenden neuen Ansatz vorgestellt, um die neurobiologischen Grundlagen des Autismus-Spektrums zu erklären. Die Studie schlägt vor, dass viele der typischen Verhaltens- und Wahrnehmungsmerkmale von Menschen mit Autismus durch ein erweitertes Dynamikfenster der neuronalen Aktivität erklärt werden können. Dieses Modell, das als "Increased Dynamic Range" (IDR) bezeichnet wird, könnte die Grundlage für ein besseres Verständnis und neue diagnostische Ansätze schaffen.
In den letzten Jahren hat die Neurowissenschaft zunehmend Interesse an den Zusammenhängen zwischen Gehirnstrukturen und politischen Überzeugungen gezeigt. Eine aktuelle Studie aus den Niederlanden untersucht, wie die Größe der Amygdala, auch als Mandelkern bekannt, mit der politischen Gesinnung zusammenhängt. Diese Forschung könnte nicht nur unser Verständnis von Politik vertiefen, sondern auch neue Perspektiven auf menschliches Verhalten eröffnen. Hier geht es weiter...
Die Krebsforschung ist eine der dynamischsten und vielversprechendsten Bereiche der medizinischen Forschung. Trotz der vielen Fortschritte in der Onkologie gibt es aber immer noch Krebsarten, die besonders schwer zu behandeln sind. Eine davon ist Darmkrebs. Doch eine neue Forschungsarbeit könnte einen vielversprechenden Therapieansatz bieten – und das mit einem unerwarteten Mittel: Blutdruckmedikamente.
von Annika
Wir verstehen uns gerne als vernünftige Wesen, die Argumente abwägen und vernünftige Entscheidungen treffen. Gleichzeitig zeigt die Neurobiologie, wie stark Wahrnehmung, Erwartungen und Emotionen unser Denken bereits beeinflussen, lange bevor bewusste Reflexion überhaupt beginnt. Zwischen dem Ideal rationaler Verständigung und der tatsächlichen Arbeitsweise unseres Gehirns bleibt die Herausforderung, trotzdem vernünftig miteinander umzugehen.
von Annika
Kaum eine Diagnose trifft so tief ins Innere wie die von Alzheimer. Sie weckt Angst vor dem Vergessen, vor dem Verlust der eigenen Geschichte, der Sprache, der Orientierung. Und doch ist sie für Millionen Menschen weltweit bittere Realität – und für noch mehr eine stille Sorge. Denn Alzheimer betrifft nicht nur einzelne, sondern ganze Familien, ganze Gesellschaften. Wer verstehen will, warum die Forschung zu dieser Krankheit von so zentraler Bedeutung ist, muss begreifen, wie weitreichend ihre Folgen sind.
von Annika
Es beginnt wie eine Posse: Donald Trump echauffiert sich darüber, dass die Biden-Regierung angeblich acht Millionen Dollar für die Forschung an „Transgender-Mäusen“ ausgegeben hat, die nun selbstverständlich gestrichen wird. Die rechte Mediensphäre jubelt, die Meme-Maschine läuft heiß, und viele lachen kurz über den offensichtlichen Fehler: Trump scheint nicht zwischen transgender (eine Geschlechtsidentität) und transgen (genetisch veränderte Organismen) unterscheiden zu können. Doch hinter dieser Anekdote steckt eine gezielte Strategie, die weitreichende Konsequenzen hat: Wissenschaft soll mundtot gemacht werden.
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Dr. rer. nat. Annika Mix
