Willkommen bei Anysci

Auf dieser Seite findet ihr allgemein verständliche Einblicke in Biologie, Medizin und Naturwissenschaft – von kurzen Alltagsfakten bis zu längeren Artikeln zu aktuellen Forschungsarbeiten. Der Blog enthält ausgewählte Beiträge, thematisch sortiert und nachlesbar.

Meine tägliche Wissenschaftskommunikation findet auf meinem Facebook-Kanal statt. Dort veröffentliche ich jeden Tag einen aktuellen, kompakten „Fact to Go“ aus der biologischen oder medizinischen Forschung – leicht verständlich, fundiert und immer mit Bezug zu neuen Studien oder spannenden Beobachtungen aus der Natur.

Unter AnySci Kids gibt es einfache naturwissenschaftliche Experimente für jüngere Kinder mit kurzer, gut erklärter wissenschaftlicher Einordnung.

 

Als freiberufliche Texterin und Wissenschaftsjournalistin schreibe ich nicht nur für meine eigenen Kanäle, sondern übernehme auch Aufträge im Bereich Wissenschaftskommunikation, Lektorat und wissenschaftliches Schreiben. Informationen zu meiner Qualifikation und meinen Referenzen findet ihr hier. Bei Fragen oder Anregungen freue ich mich über eine Nachricht – ich antworte immer gerne.


Neues

Gastartikel bei BioWissKomm:

Mit Placebos zu einer freundlichen Medizin

 

Eine ausführlichere Fassung dieses Artikels wird voraussichtlich in Heft 3/26 (August 2026) der Zeitschrift “Biologie in unserer Zeit” (BiuZ) erscheinen.


Fact to go

Verletzte Rossameisen erhalten in ihrer Kolonie oft eine bemerkenswerte Behandlung: Artgenossinnen versorgen die Wunden, tragen antimikrobielle Substanzen auf und amputieren bei schweren Verletzungen sogar beschädigte Beine. Dadurch steigt die Überlebenswahrscheinlichkeit der verletzten Tiere deutlich. Ein Forschungsteam aus Würzburg und Lausanne hat nun untersucht, welche Ameisen diese Pflegeaufgaben übernehmen. Interessanterweise gibt es dafür keine spezialisierten „Krankenpflegerinnen“. Stattdessen sind es vor allem Arbeiterinnen in einer Übergangsphase ihres Lebens. Junge Arbeiterinnen kümmern sich zunächst um Brut und Nest im Inneren der Kolonie. Später wechseln sie in den Außendienst und suchen Nahrung. Übergangsarbeiterinnen bewegen sich sowohl in den inneren als auch in den äußeren Bereichen des Nests und haben dadurch Kontakt zu besonders vielen anderen Ameisen. Je häufiger eine Ameise zuvor mit einer verletzten Artgenossin interagiert hatte, desto wahrscheinlicher war es außerdem, dass sie sich später um deren Wundversorgung kümmerte.
Für die Studie verfolgten die Forschenden mithilfe eines automatisierten Trackingsystems über Wochen hinweg die Bewegungen und sozialen Kontakte von insgesamt 660 Ameisen. So konnten sie nachvollziehen, welche Tiere miteinander in Kontakt standen und wer später Pflegeaufgaben übernahm.


aktuelle BLOGArtikel

Ist der rationale Mensch ein Mythos?

Zwischen neuronaler Entscheidungsfindung und dem Ideal der Vernunft

von Annika

Wir verstehen uns gerne als vernünftige Wesen, die Argumente abwägen und vernünftige Entscheidungen treffen. Gleichzeitig zeigt die Neurobiologie, wie stark Wahrnehmung, Erwartungen und Emotionen unser Denken bereits beeinflussen, lange bevor bewusste Reflexion überhaupt beginnt. Zwischen dem Ideal rationaler Verständigung und der tatsächlichen Arbeitsweise unseres Gehirns bleibt die Herausforderung, trotzdem vernünftig miteinander umzugehen.

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Alzheimer erforschen, das Vergessen verstehen – eine Krankheit zwischen Menschlichkeit, Erkenntnis und neuer Hoffnung

von Annika

Kaum eine Diagnose trifft so tief ins Innere wie die von Alzheimer. Sie weckt Angst vor dem Vergessen, vor dem Verlust der eigenen Geschichte, der Sprache, der Orientierung. Und doch ist sie für Millionen Menschen weltweit bittere Realität – und für noch mehr eine stille Sorge. Denn Alzheimer betrifft nicht nur einzelne, sondern ganze Familien, ganze Gesellschaften. Wer verstehen will, warum die Forschung zu dieser Krankheit von so zentraler Bedeutung ist, muss begreifen, wie weitreichend ihre Folgen sind.

 

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Trump gegen die Wissenschaft

von Annika

Es beginnt wie eine Posse: Donald Trump echauffiert sich darüber, dass die Biden-Regierung angeblich acht Millionen Dollar für die Forschung an „Transgender-Mäusen“ ausgegeben hat, die nun selbstverständlich gestrichen wird. Die rechte Mediensphäre jubelt, die Meme-Maschine läuft heiß, und viele lachen kurz über den offensichtlichen Fehler: Trump scheint nicht zwischen transgender (eine Geschlechtsidentität) und transgen (genetisch veränderte Organismen) unterscheiden zu können. Doch hinter dieser Anekdote steckt eine gezielte Strategie, die weitreichende Konsequenzen hat: Wissenschaft soll mundtot gemacht werden.

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Ein Heim für Spinnen

von Annika

Spinnen sind faszinierende Kreaturen, die oft als ungebetene Gäste in unseren Häusern gelten. Doch hinter ihrem schaurigen Image verbirgt sich ein ökologischer Nutzen, der nicht nur für das Gleichgewicht in der Natur wichtig ist, sondern auch für unsere Haushalte. Doch wer wohnt da eigentlich in dunklen Kellerecken und warum haben so viele Menschen Angst vor Spinnen?

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Neues aus der Wissenschaft - für Jedermann

Autismus verstehen: Ein neuer Blick auf neuronale Dynamik

In einer wegweisenden Studie, veröffentlicht in Nature Neuroscience, haben Forscher der Hebrew University in Jerusalem einen faszinierenden neuen Ansatz vorgestellt, um die neurobiologischen Grundlagen des Autismus-Spektrums zu erklären. Die Studie schlägt vor, dass viele der typischen Verhaltens- und Wahrnehmungsmerkmale von Menschen mit Autismus durch ein erweitertes Dynamikfenster der neuronalen Aktivität erklärt werden können. Dieses Modell, das als "Increased Dynamic Range" (IDR) bezeichnet wird, könnte die Grundlage für ein besseres Verständnis und neue diagnostische Ansätze schaffen.

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Von Politik und Hirnscans

In den letzten Jahren hat die Neurowissenschaft zunehmend Interesse an den Zusammenhängen zwischen Gehirnstrukturen und politischen Überzeugungen gezeigt. Eine aktuelle Studie aus den Niederlanden untersucht, wie die Größe der Amygdala, auch als Mandelkern bekannt, mit der politischen Gesinnung zusammenhängt. Diese Forschung könnte nicht nur unser Verständnis von Politik vertiefen, sondern auch neue Perspektiven auf menschliches Verhalten eröffnen. Hier geht es weiter...

 

Blutdruckmedikamente als mögliche Waffe gegen Krebs

Die Krebsforschung ist eine der dynamischsten und vielversprechendsten Bereiche der medizinischen Forschung. Trotz der vielen Fortschritte in der Onkologie gibt es aber immer noch Krebsarten, die besonders schwer zu behandeln sind. Eine davon ist Darmkrebs. Doch eine neue Forschungsarbeit könnte einen vielversprechenden Therapieansatz bieten – und das mit einem unerwarteten Mittel: Blutdruckmedikamente.

Mehr Wissenschafts-News gibt es unter Aktuelles aus der Forschung.

 

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