Die Genschere CRISPR gehört inzwischen zu den bekanntesten Werkzeugen der modernen Biotechnologie. In den vergangenen Jahren sorgte sie vor allem durch spektakuläre Fortschritte bei der gezielten Veränderung von Erbgut für Schlagzeilen. Forschende konnten krankheitsverursachende Mutationen korrigieren, neue Therapieansätze für Erbkrankheiten entwickeln oder Nutzpflanzen gezielt an Umweltbedingungen anpassen. Doch könnte CRISPR auch anders genutzt werden?
Mikroroboter gelten als vielversprechende Werkzeuge für zukünftige Anwendungen in Medizin und Technik. Denkbar wären beispielsweise Systeme, die Medikamente gezielt durch den Körper transportieren oder schwer zugängliche mikroskopische Umgebungen erkunden. Doch je kleiner ein Roboter wird, desto schwieriger wird es, ihn mit Sensoren, Energieversorgung und Rechenleistung auszustatten.
In einer wegweisenden Studie, veröffentlicht in Nature Neuroscience, haben Forscher der Hebrew University in Jerusalem einen faszinierenden neuen Ansatz vorgestellt, um die neurobiologischen Grundlagen des Autismus-Spektrums zu erklären.
In den letzten Jahren hat die Neurowissenschaft zunehmend Interesse an den Zusammenhängen zwischen Gehirnstrukturen und politischen Überzeugungen gezeigt. Eine aktuelle Studie aus den Niederlanden untersucht, wie die Größe der Amygdala, auch als Mandelkern bekannt, mit der politischen Gesinnung zusammenhängt.
Die Krebsforschung ist eine der dynamischsten und vielversprechendsten Bereiche der medizinischen Forschung. Trotz der vielen Fortschritte in der Onkologie gibt es aber immer noch Krebsarten, die besonders schwer zu behandeln sind. Eine davon ist Darmkrebs. Doch eine neue Forschungsarbeit könnte einen vielversprechenden Therapieansatz bieten – und das mit einem unerwarteten Mittel: Blutdruckmedikamente.
In einem bahnbrechenden Ansatz zur Behandlung von Autoimmunerkrankungen wurden in klinischen Studien drei Patienten erfolgreich mit genetisch modifizierten Immunzellen behandelt. Diese Zellen, bekannt als CAR-T-Zellen, stammen nicht – wie bisher – von den Patienten selbst, sondern von gesunden Spendern.
Wie orientieren sich Lebewesen in ihrer Umwelt? Wie funktioniert unser Gedächtnis, wenn wir neue Orte erkunden oder komplexe Netzwerke von Beziehungen aufbauen? Um diesen Fragen auf den Grund zu gehen, haben Forschende am Max-Planck-Institut für biologische Kybernetik eine überraschende Entdeckung gemacht – im winzigen Gehirn der Zebrafischlarve.
Parkinson ist eine der weltweit häufigsten neurodegenerativen Erkrankungen, die vor allem ältere Menschen betrifft. Zittern, Steifheit und verlangsamte Bewegungen sind die typischen Symptome. Die Ursache dieser Krankheit liegt tief im Gehirn: Schädliche Proteinablagereungen sammeln sich über viele Jahre an und bewirken schließlich, dass bestimmte Nervenzellen zugrunde gehen. Eine neue Studie gibt aber Grund zur Hoffnung.
Künstliche Intelligenz (KI), die ein lebendiges Nervensystem steuert – klingt nach Science-Fiction, oder? Doch genau das ist einer Forschergruppe der Harvard University gelungen. Mithilfe einer innovativen Kombination aus KI und Biotechnologie haben sie das Verhalten winziger Fadenwürmer (C. elegans) gezielt beeinflusst. Diese Forschung eröffnet faszinierende Möglichkeiten für die Verbindung von KI und Biologie und könnte eines Tages sogar therapeutische Anwendungen finden.
Dr. rer. nat. Annika Mix
